Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
Der Krebs der Bauchspeicheldrüse ist ein im Vergleich zu häufig auftretenden Krebserkrankungen wie z. B. Brustkrebs selten vorkommender Tumor (ca. 3 % der in Deutschland auftretenden Krebserkrankungen), der jedoch ca. 6 % der Krebstodesfälle verursacht. Die Erkrankung tritt überwiegend in der Altersgruppe 65 + auf (Männer erkranken durchschnittlich mit 68, Frauen mit 76 Jahren).
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist eine im Oberbauch gelegene Drüse, die zwei Arten von Sekreten abgibt – zum einen Verdauungsenzyme (exokrine Sekretion: Abgabe zur Oberfläche hin, in den Verdauungsweg) und zum anderen die Hormone Insulin und Glukagon (endokrine Sekretion: Ausschüttung umnmittelbar in die Blutbahn).
Anatomisch gesehen tritt das Pankreaskarzinom am häufigsten am Kopfteil der Bauchspeicheldrüse auf. Unter histologischen Gesichtspunkten kann man die verschiedenen Formen dieser Krebsart danach unterscheiden, von welchem Gewebetyp sie ausgehen.
Die sog. duktalen exokrinen Tumoren (mehr als 95 %) gehen von den Zellen aus, die die Ausführungsgänge des Drüsenteils auskleiden, der den Bauchspeichel bildet. 80-90 % der Bauchspeicheldrüsentumoren sind sog. Adenokarzinome (in Drüsensträngen lokalisierte Karzinome), eine spezielle Gruppe von duktalen exokrinen Tumoren. Zwei andere Gruppen von Pankreaskarzinomen, die jedoch deutlich seltener sind, sind die sog. Cystadenokarzinome (ca. 6 % aller Bauchspeicheldrüsentumoren, sie sind ebenfalls Tumoren der Gangzellen) und die acinären Tumoren. Letztere gehen zurück auf Zellen der Acini (Drüsenendstücke des Bauchspeicheldrüsengangsystems, die Enzyme produzieren).
Die sog. endokrinen Tumoren (ca. 5 % der Pankreaskarzinome) entstammen den Insulin produzierenden Langerhansschen Inselzellen.
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